Sicher segeln – mit Spaß auf dem Wasser

Gut informiert aufs Wasser

Der Starnberger See bietet ideale Bedingungen für entspanntes Segeln – mit ein paar wichtigen Regeln im Hinterkopf wird’s für alle noch angenehmer.

Die Sturmwarnleuchten rund um den See geben dir rechtzeitig Hinweise auf aufziehendes Wetter. Ein kurzer Blick darauf lohnt sich vor und während jeder Ausfahrt. (Sturmwarnung: 90 Signale pro Minute, Sturmvorwarnung: 40 Signale pro Minute). Die nächstgelegenen Warnleuchten stehen in Seeshaupt und Bernried.

Vorrang & Miteinander auf dem Wasser:
Fahrgastschiffe im Linienverkehr haben stets Vorrang. Halte ausreichend Abstand und plane deinen Kurs entsprechend. Auch gekennzeichnete Fischerboote haben Vorrang. Unter Seglern gilt wie gewohnt: Backbordbug weicht Steuerbordbug, Luv weicht Lee. Motorboote weichen in der Regel Segelbooten.

Abstände & Rücksicht:
Ein gewisser Abstand zum Ufer (ca. 100 m unter Segel) sorgt für Sicherheit und schützt gleichzeitig Natur und Badebereiche. Rund um Anlegestellen der Linienschifffahrt bitte besonders großzügig Abstand halten.

Mit etwas Aufmerksamkeit, Rücksicht und guter Vorbereitung steht einer entspannten Zeit auf dem Wasser nichts im Weg. Im Notfall erreichst du Hilfe unter 112.

👉 Alle Details findest du auf der Info des Landratsamtes Starnberg und noch mehr in der Bayerischen Schiffahrtsordnung. Hier einiges in einer Grafik zusammengefasst:

Regeln auf dem Wasser
Regeln und Rücksicht auf dem Wasser. Basis Bay. SchO und Information des LRA-Starnberg.
(Anklicken für grössere Version.)

Wir wünschen dir viel Freude und immer eine gute Brise! ⛵

Kleiner Exkurs:
Ein SUP (Stand-Up-Paddler) gilt als muskelbetriebenes Fahrzeug, ähnlich wie ein Ruderboot. In der Bayerischen Schiffahrtsordnung hat ein Segelboot gegenüber solchen Fahrzeugen keine Ausweichpflicht, wie gegenüber einem Linienschiff oder Fischer.

In der Praxis:
Hier greift die wichtigste Regel auf dem Wasser: Gute Seemannschaft und Rücksichtnahme.

Ein SUP ist deutlich langsamer, weniger manövrierfähig und hat eingeschränkte Übersicht. Ein Segelboot ist (meistens) schneller, hat mehr Reichweite in der Steuerung und kann Begegnungen früher einschätzen.

Deshalb weicht der Segler in der Praxis meist aus, weil er es besser kann, nicht unbedingt weil er es strikt muss.